Lauperswil


Willkommen


Liebe Geschichtsfreunde, Liebe Familienforscher

Auf meinen Seiten finden Sie etwas über die Geschichte des Emmentals, besonders aber auch über Lauperswil.

Familienforschung betreibe ich für alle Bürger, die aus einer der angegebenen Gemeinden (siehe "Familienforschung" stammen.


Hans Minder

Wittenbachgässli 611

3438 Lauperswil


minder@bluewin.ch





Die Gemeinde Lauperswil erstreckt sich beidseits der Emme, quer über das Tal, von der Blasenfluh bis zum Gränichenwald, dem Quellengebiet des Unteren Frittenbachs. Sie umfasst neben einer Grosszahl von Einzelhöfen und kleinen Hofgruppen die Dörfer Lauperswil, Emmenmatt und einen Teil der Ortschaft Zollbrück, Obermatt und die Kalchmatt, sowie die Weiler Längenbach, Wittenbach, Ebnit und Moosegg.

Die Ortschaft Zollbrück ist geteilt, der nördliche Teil gehört zur Gemeinde Rüderswil.

Die Besiedlung von Lauperswil beginnt um das Jahr 700. Damals besiedelten die ersten Alemannen unsere Region. Der Name kommt vom alemannischen Vornamen Laubhari, also
Lauperswil = Dorf des Laubhari.

Um das Jahr 900 muss bereits die erste, steinerne Kirche gebaut worden sein. Die Herrschaftsherren waren die Swaro von Wartenstein

Im Jahre 1275 erscheint zum ersten Mal der Name Lauperswil in einer Urkunde. Im Zinsbuch des Papstes zur Finanzierung der Kreuzzüge finden wir auch die «plebanus in Lopswile». 1284 stirbt das Geschlecht der Swaro aus, die Familie von Schweinsberg übernimmt die Herrschaft. Dieses Eggiwiler Adelsgeschlecht erwirbt kurz darauf grosse Ländereien im Urnerland und nennt sich seither «von Attinghausen». Werner von Attinghausen, bekannt aus Schillers «Wilhelm Tell», siegelt auch auf Wartenstein mehrere Urkunden. 1383 zerstören die Berner im Burgdorfer-Krieg die Festung Wartenstein und 1408 kaufen sie das Landgericht Ranflüh (und damit auch die Herrschaft über Lauperswil) von den Rittern von Sumiswald. Die Herrschaft Wartenstein bleibt im Besitze der Schweinsberg-Attinghausen resp. ihrer Nachkommen. 1493 kauft der Basler Adelige Hug von Sulz die Herrschaft und baut sich in der Kalchmatt als Ersatz für die alte Burg Wartenstein ein neues Herrenhaus.

 

Ruine Wartenstein

1435 wird die Kirche umgebaut und der heutige Kirchturm erstellt. 1518 wird auch das Kirchenschiff abgerissen und neu gebaut. die Glasgemälde stammen alle aus der Bauzeit und gehören zu den Kunstdenkmälern von nationaler Bedeutung. 1528 wird der Kanton Bern reformiert.

Am 28. Oktober 1551 erlaubt Bern den Einwohnern der oberemmentalischen Gemeinden, über die Emme eine Brücke zu bauen, die spätere Zollbrücke.

Dadurch entstand im bisher unbewohnten Schachengebiet die Keimzelle der heutigen Ortschaft Zollbrück. Schon 1561 wurde auch eine neue Mühle im Schachenland (Neumühle) bewilligt.

Die wirtschaftliche Blüte der Landwirtschaft und die Tatsache, dass die Höfe niemals aufgeteilt werden dürfen (der jüngste Sohn erbte jeweils das ganze Heimwesen), liess überall im Oberemmental grosse und schöne Bauerngüter entstehen. Im Schachenland dagegen sorgten immer wieder Überschwemmungen für Katastrophen. 1798, mit dem Untergang des alten Bern, wechselte die Gemeinde Lauperswil von der Landvogtei Trachselwald in den neuen Amtsbezirk Oberemmental (ab 1803 Signau).

1824 begann als eine der ersten Ortschaften in der Schweiz der Weiler Längenbach mit der Talkäseproduktion. Diese Einnahmen führten dazu, dass im ganzen Emmental von Getreideproduktion und Pferdezucht auf die Milchwirtschaft gewechselt wurde. 1837 schlug der Zollbrücke die letzte Stunde.

Während der grossen Wassernot am 13. August wurde auch diese Brücke weggerissen. Ein Neubau konnte im August 1840 eingeweiht werden, aber 1844 fiel der Zoll weg. Durch die nun einsetzende Waldpflege und durch den Schwellenbau wurde das Schachenland sicherer, und Zollbrück wurde zum wirtschaftlichen Zentrum der Gemeinde. 1864 kam mit dem Bau der Linie Bern - Langnau die Eisenbahn nach Lauperswil (Bahnstation Emmenmatt). 1871 erfolgte die Gründung der Sekundarschule und 1881 wurde die Strecke Langnau - Burgdorf der Emmentalbahn gebaut.

Am 14. August 1919 ist das Dorfzentrum von Lauperswil vollständig abgebrannt, 1947 die Zollbrücke. Seither sichert eine Betonbrücke die Verbindung zwischen den beiden Gemeindeteilen. 1967 wurde ein neues Gemeindehaus gebaut.


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